Mai 2011
Die Münchner Förderformel
Wer oder was soll denn damit gefördert werden? Und wozu braucht es eine Formel? Ganz einfach: Hinter der Münchner Förderformel verbirgt sich ein kommunales Finanzierungs- und Förderungskonzept für freiwillige Leistungen an Kindertageseinrichtungen. Alle rund 1.000 Münchner Einrichtungen können damit gefördert werden. Dazu müssen sie nur bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
150 Millionen werden verteilt und dies transparent und gerecht und nicht nach dem Gießkannenprinzip. Diese 150 Millionen sind eine freiwillige zusätzliche Leistung der Stadt.
Rund ein Drittel davon – etwa 15 Mio. € – wird auf rot-grüne Initiative für bezahlbare Elternbeiträge in den Krippen freier Träger für Kinder unter drei Jahren verwendet. Die Nicht-städtischen Krippen bekommen die Extra-Mittel nur dann, wenn sie Ihre Beiträge nach oben deckeln und außerdem wie in den städtischen sozial staffeln. Liegt das Jahreseinkommen unter 15.000 Euro, zahlen die Eltern nichts, die Stadt ersetzt den Trägern die Kosten. Apropos familienfreundlich: Für das dritte und alle weiteren Kinder dürfen auch die nicht-städtischen Kitas künftig keine Gebühren erheben, wenn sie vom Fördertopf'plus' profitieren möchten.
Außerdem wird das Geld für die Förderung benachteiligter Kinder In München ausgegeben. Mit der neuen Förderformel werden die zusätzlichen städtischen Fördergelder vor allem für mehr Personal, bessere Betreuung, zusätzliche Öffnungstage und -zeiten, Mietzuschüsse, Sprachkurse sowie Kunst- und Musikstunden eingesetzt, denn frühkindliche Bildung ist die beste Investition in die Zukunft unserer Kinder.