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November 2017 - 12 Jahre Quartiersmanagement in Ramersdorf und Berg am Laim

Abschlussfeier "Soziale Stadt" in Ramersdorf und Berg am Laim

In Vertretung des Oberbürgermeisters habe ich die Auftaktrede bei der Veranstaltung "12 Jahre Quartiersmanagement – Innsbrucker Ring / Baumkirchner Straße" gehalten:

Ein herzliches Grüß Gott an allen Beteiligten am Prozess der „Sozialen Stadt“!

München ist so erfolgreich, dass immer mehr Menschen zu uns ziehen. Die Stadtviertel Berg am Laim und Ramersdorf-Perlach, in denen das Sanierungsgebiet „Innsbrucker Ring und Baumkircher Straße“ liegt, sind davon besonders betroffen. In einer wachsenden Stadt reicht es nicht, neue Wohnquartiere zu entwickeln. Wir müssen vielmehr noch die bestehenden Siedlungen im Blick behalten und Verbesserungsmaßnahmen für die dort bereits lebende Bevölkerung vornehmen.

Um dies zu erreichen, ist das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" des Bundes mehr als willkommen. Ziel des Programms "Soziale Stadt" ist es, Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf aufzuwerten und zu fördern.

Die Schwerpunkte im Sanierungsgebiet Innsbrucker Ring / Baumkirchner Straße sind/waren:

- Erhöhung der Wohnqualität
- Verbesserung der Lebenssituation sozial und wirtschaftlich benachteiligter Menschen
- Lärmschutz am Mittleren Ring und weiteren Hauptstraßen
- Neugestaltung von Plätzen und Freiflächen, etwa am Pius- und Karl-Preis-Platz
- Verbesserung der Nahversorgungsangebote
- Stärkung des Zusammenlebens unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen
- Verstärkung von Angeboten im Bereich Arbeitsmarkt und Qualifizierung, Bildung und Gesundheit

Es geht also darum Lebensqualität zu verbessern, lebendige Nachbarschaften zu fördern, mehr Generationengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit – also um einen ganzheitlichen Blick. Deshalb stehen und standen im Fokus nicht nur bauliche, sondern auch sogenannte „nicht-investive“ Maßnahmen.

Die Stadt kann ein solches Programm auflegen und unterstützen. Gelebt und verwirklicht werden, kann es aber nur vor Ort. Seit dem Beschluss im Münchner Stadtrat, mit dem das Sanierungsgebiet „Innsbrucker Ring/Baumkirchner Straße“ förmlich festgelegt und verabschiedet worden ist, sind zwischenzeitlich 12 Jahre vergangen.

Ich will jetzt aber den nachfolgenden Reden nicht allzu sehr vorgreifen und nenne deshalb nur zwei Maßnahmen von den vielen Projekten, die in den 12 Jahren passiert sind.

Das Bildungsprojekt „Integration macht Schule im Quartier“ wurde an 5 Grund- und Hauptschulen und am Sonderpädagogischem Förderzentrum durchgeführt. Damit wurde die Bildungskompetenz der Eltern gefördert.

Die Aufwertung rund um den Piusplatz ist sogar mit dem Bundespreis „Soziale Stadt 2010“ ausgezeichnet worden.

Herzstück der „Sozialen Stadt“ sind die Stadtteilläden. Im Dezember 2005 bis 2014 war der Stadtteilladen „kpp4“ (also Karl-Preis-Platz Nr. 4) Anlaufstelle. Und im Oktober 2007 wurde der Stadtteilladen „baum 20“ eröffnet. Diese stadtteilwirksamen Treffpunkte sind Herz und Seele. Jährlich 800 Besucherinnen und Besucher bei 370 Raumnutzungen und Veranstaltungen mit festen 13 Gruppen und 18 einmaligen Treffen können sich wirklich sehen lassen.

Umso erfreulicher ist es, dass der Trägerverein „KulturBürgerHaus Berg am Laim e.V.“ mit Unterstützung der Stadt das Engagement weiter ausbauen möchte.

Gerne möchte ich den heutigen Abend nutzen, um mich bei allen Beteiligten zu bedanken. Der Beschluss vor 12 Jahren im Münchner Stadtrat hat zwar einen Startschuss gesetzt, die Umsetzung mit den vielfältigen Projekten für Bildung, sozialer und gewerblicher Infrastruktur, Gesundheit und Unterstützung von Nachbarschaften, konnten aber nur durch ihr Engagement stattfinden. Heute feiern wir den Abschluss aber gleichzeitig auch den Übergang dieses städtebaulichen Projektes.

Projekte wie dieses werden zwar im Stadtrat der Landeshauptstadt München beschlossen. Aber mit Leben erfüllt werden sie von den Menschen vor Ort und der Projektleitung. Sie, liebe Frau Bruns, und Sie, liebe Frau Schmidt, waren in den letzten zwölf Jahren die Personen, die der „Sozialen Stadt“ ein Gesicht, ein Herz und eine Seele gegeben haben. Ihnen und Ihrem Team möchte ich heute im Namen der ganzen Stadt dafür ganz besonders danken.

Ich freue mich schon, heute Abend noch mehr darüber zu erfahren, was die „Soziale Stadt“ in Ramersdorf und Berg am Laim bewirkt hat. Und ich freue mich auch, über die Verstetigung und die weiteren Projekte in Berg am Laim und Ramersdorf.

Begrüßung

Frau Bruns und Frau Schmidt vom Quartiersmanagement

"Ordensverleihung" für die ehrenamtlich Engagierten

Prof. Dr. (l) Elisabeth Merk (Stadtbaurätin)

Frau Eva Bruns (Büro für Soziale Stadtentwicklung)