Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt

Mai 2017 - Anwerbeprämie

Mein Job wäre auch was für dich

Zufriedene Beschäftigte sind die beste Werbung für eine gute Arbeitgeberin.
Warum die SPD in der Landeshauptstadt München auf das Prinzip „MitarbeiterInnen werben MitarbeiterInnen“ setzt

Wer zufrieden ist, sagt's weiter – und wird belohnt: München zahlt nur auf Marketingmaßnahmenden eigenen Beschäftigen künftig eine Prämie, wenn diese Auszubildende oder Fachkräfte aus bestimmten Bereichen an die Landeshauptstadt vermitteln. Eine Anwerbeprämie, so etwas kennt man aus der Privatwirtschaft. Die SPD im Münchner Stadtrat ist überzeugt, dass eine solche Prämie auch im öffentlichen Bereich bei der Personalgewinnung helfen kann und hat sie gefordert. Mit Erfolg: Das Konzept wird nun getestet. Die Stadt plant dazu eine halbe Million Euro verteilt auf zwei Haushaltsjahre ein.

Die Landeshauptstadt München ist eine sehr beliebte Arbeitgeberin, mehr als 36.000 Beschäftigte arbeiten bei Verwaltung und Eigenbetrieben. Trotzdem fehlt es an Personal. Knapp 3.500 Stellen sind unbesetzt, die meisten davon im Verwaltungsdienst, aber auch bei den Erzieherinnen und Erziehern klafft eine große Lücke. Die Stadt braucht Auszubildende und Fachkräfte in Mangelberufen, wie etwa in den Bereichen IT und Erziehung.

Nun sind die Stellen nicht unbesetzt, weil sie schlecht wären. Eine öffentliche Arbeitgeberin steht grundsätzlich für Personalverantwortung und Sicherheit. München im Besonderen bietet viel. So werden Auszubildende in der Regel unbefristet übernommen und es gibt zahlreiche Vergünstigungen, es wurde eine Arbeitsmarktzulage für Erzieherinnen und Erzieher eingeführt und nirgends gibt es mehr individuelle Teilzeitmodelle, die für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen. Aber im Wettbewerb um Arbeitskräfte schreien die anderen einfach lauter: Unternehmen der Privatwirtschaft investieren viel in Werbung und Personalgewinnung, deutlich mehr, als eine Stadt, die nicht am Wachstum, sondern an Verantwortung ausgerichtet ist, leisten kann und soll.

Die Anwerbeprämie soll Beschäftigte motivieren, Freunde, Verwandte und Bekannte anzusprechen und auf die sehr guten Berufsperspektiven bei einer öffentlichen Arbeitgeberin wie der Stadt aufmerksam zu machen. Quasi zu sagen: Schau her, mein Job ist gut, der wäre doch auch was für dich. Die SPD-Stadtratsfraktion München ist überzeugt, dass zufriedene Beschäftigte die beste Werbung für eine gute Arbeitgeberin sind.

München testet diesen Weg nun. Für die Haushaltsjahre 2018 und 2019 sind jeweils 250.000 Euro als Budget eingeplant. Als Prämie für die erfolgreiche Vermittlung bei der Besetzung eines Ausbildungsplatzes sind 500 Euro, bei der Vermittlung einer Fachkraft im Bereich der Mangelberufe 1.000 Euro vorgesehen. Bezahlt werden diese Prämien bei Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsvertrags. Das ist gleichzeitig Motivation und Wertschätzung für engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Stadt als Arbeitgeberin weiterempfehlen.

Bei der Personalgewinnung kann eine Kommune nicht nur auf Marketingmaßnahmen setzen, sondern auf gezielte Ansprache. Die Argumente, die für die Stadt als Arbeitgeberin sprechen, haben wir. Die Anwerbeprämie schafft die Kontakte, sie zu vermitteln und direkt an die Frau oder den Mann zu bringen.