Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt

Januar 2017 - Inventur Tierpark

Tierische Zahlen - Inventur in Hellabrunn

Wie jedes Unternehmen zählt auch der Tierpark am Ende des Jahres seinen Bestand.
Das beeindruckende Ergebnis: In Hellabrunn leben 18.992 Tiere in 758 Tierarten.
 
Nicht nur seid ich Aufsichtsrätin bin, verfolge ich die Nachrichten aus unserem Münchner Tierpark. Schon als kleines Kind begeisterten mich Hellabrunn. In den Sommerferien war ich dank des Ferienpasses Stammgästin im Tierpark. Besonders spannen ist, wenn ein Tierpark Inventur macht denn was in der Theorie noch einfach klingt, kann in der Praxis doch recht kompliziert werden. Denn nicht jede Tierart ist bei der Inventur im Tierpark Hellabrunn gleichermaßen kooperativ. Während fünf Elefanten vergleichsweise schnell gezählt und gewogen sind, flattern die Brillenblattnasen ununterbrochen durch die Fledermausgrotte und die Neonfische ähneln sich wie ein Ei dem anderen – wer blickt da noch durch? Daher werden Tiere, die pausenlos in Bewegung sind, lediglich geschätzt. So beobachten die Tierpfleger in der Dschungelwelt die Futterstelle der Vögel und rechnen anschließend die Anzahl der dort pickenden Vögel hoch. Ähnlich funktioniert die Zählung im Aquarium: Bei den Anemonenfischen beispielsweise wird nur in einem Beckenausschnitt beobachtet, gezählt und später der gesamte Bestand geschätzt. Felsenpinguine hingegen werden mit Hilfe von Futter auf eine normale Personenwaage gelockt und gewogen. Sie wiegen zwischen drei und vier Kilogramm.
 
Große Überraschungen gibt es bei einer Inventur im Tierpark Hellabrunn jedoch nicht. „Natürlich fehlt bei der Inventur am Ende des Jahres nicht einfach ein Pinguin“, so Kurator Carsten Zehrer und erklärt weiter: „Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden im Tagesbericht eingetragen.“ Bei der tierischen Inventur am Jahresende entsteht durch die Auswertung aller Tagesberichte ein lückenloser Jahresbericht, der schlussendlich im Geschäftsbericht im Sommer jeden Jahres veröffentlicht wird.
 
Der Tierpark Hellabrunn zählt weiterhin zu den tier- und artenreichsten Zoos Europas. Unter den 758 Arten gibt es auch einige stark bedrohte Tierarten. „Vor dem Hintergrund des Hellabrunner Masterplans sowie dem wichtigen Aspekt der Biodiversität geht die Entwicklung des Tierparks dahin, einen besonderen Fokus auf die Pflege bedrohter Tierarten zu legen. Diese Tiere, die der Besucher in ansprechenden und artgerechten Anlagen erleben kann, stehen dabei als Botschafter für ihre in der freien Wildbahn bedrohte Tierart“, erläutert Tierpark-Direktor Rasem Baban.
 
Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Polarwelt im Sommer 2017 und dem Beginn der Bauarbeiten für das neue Mühlendorf Anfang des Jahres werden zwei weitere Meilensteine in der Umsetzung des Masterplans gesetzt. Im Mühlendorf lernen die Besucher spielerisch etwas über das Leben der Tiere in den Voralpen. Auf über 23.000 Quadratmetern entsteht eine Dorfwelt, die von bedrohten Haustierarten bewohnt werden wird. So erfahren die Besucher auf abwechslungsreiche Weise etwas über das Leben der bedrohten Tierarten wie etwa den Murnau-Werdenfelser Rindern oder dem Sulmtaler Huhn. Auch die Zooschule wird hier untergebracht. Der Bildungsauftrag ist dem Münchner Zoo besonders wichtig. Ein weiterer großer Schritt in Richtung Geozoo der Biodiversität ist damit getan.
 
 

Zahlenbeispiele aus dem Tierpark Hellabrunn (Stand: 31.12.2016):

Säugetiere: 906 in 101 Arten
Vögel:   653 in 85 Arten
Reptilien: 421 in 43 Arten
Amphibien: 127 in 8 Arten
Fische: ca. 9.020 in 301 Arten
Insekten: ca. 2.000 in 25 Arten
Spinnentiere: 65 in 7 Arten
sonstige wirbellose Tiere: ca. 5.800 in 188 Arten
 

Das größte, schwerste, älteste Tier im Tierpark Hellabrunn

Das größte Tier:        
Giraffe Limber hat eine Scheitelhöhe von 4,15 Meter
 
Das schwerste Tier:  
Elefantenkuh Mangala bringt 3.780 Kilogramm auf die Waage
 
Das längste Tier:      
Das größte Anakonda-Weibchen ist 6,2 Meter lang
 
Das kleinste Tier:      
Die Raubturmdeckelschnecke ist nur etwa 0,3 bis 0,4 Zentimeter groß
 
Das älteste Tier:        
Eine Aldabra-Riesenschildkröte ist über 100 Jahre alt
 
Das letztgeborene Tier 2016:
Quadhi, ein Nyala-Kälbchen, ist am 28. Dezember 2016 zur Welt gekommen

Besucherzahlen

Nach dem Rekordjahr 2014, in dem die Eisbärenzwillinge viele Besucher in den Tierpark zogen, gab es im Geschäftsjahr 2015 mit 2.089.983 Besuchern das zweitbeste Ergebnis seit Gründung des Tierparks 1911.

Abermals wurde der Absatz an Jahreskarten gesteigert. 50.374 Jahreskarten wurden 2015 verkauft und damit eine Umsatzsteigerung von 12,7 % erreicht.

Zuschüsse der Stadt München

Im November 2016 hat der Münchner Stadtrat beschlossen, dem Münchener Tierpark Hellabrunn zur Finanzierung des laufenden Betriebs sowie für notwendige Investitionsmaßnahmen für die Jahre 2017 bis 2020 einen jährlichen Zuschuss in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Felsenpinguine

Felsenpinguine

Copyright : Tierpark Hellabrunn / Marc Müller

Eröffnung Elefantenhaus

Eröffnung Elefantenhaus

Aufsichtsrätin Bettina Messinger und Zoodirektor Rasem Baban eröffnen das Hellabrunner Elefantenhaus
Foto Tierpark Hellabrunn / Marc Müller

Das neue Elefantenhaus

Das neue Elefantenhaus