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September 2018 - Erhalt Spatzenburg am Hanns-Seidel-Platz

Die Spatzen liegen mir besonders am Herzen. Für mich gehören sie einfach zu München. Wer kann sich schon einen Biergarten ohne Spatzen vorstellen. Der Einsatz für die Sperlinge nützt aber nicht nur diesen Vögeln sondern auch allen anderen.

Spatzenturm

Vorbildlich wurde beim neuen Bauprojekt ein sogenannter Spatzenturm aufgestellt. Spatzen sind sehr standorttreu. Nur das dazugehörige Grün wollte nicht so wirklich wachsen.

Eisenkunstwerk "Legung"

Die Spatzen nützen deswegen weiter das Kunstwerk "Legung" auf dem Hanns-Seidel-Platz als ihren Hotspot und als geschützten Rückzugsort.

Das Kunstwerk muss für die Spatzen umgesetzt werden

Die Spatzen liegen mir besonders am Herzen, weil sie für mich einfach zu München gehören. In den letzten Jahren sind sie immer weniger geworden, sie sind in unserer Stadt mittlerweile eine bedrohte Art. Am Hanns-Seidel-Platz entstand durch die Neubebauung die Gefahr, dass Lebensraum für die ortstreuen Vögel verloren geht. Es wäre dann an diesem Ort vorbei gewesen mit dem fröhlichen Tschilpen der Spatzen, weil sie keine Nist- und Brutplätze sowie geeignete Verstecke mehr gefunden hätten. Beim Bau wurde zwar vorbildlich darauf reagiert und ein Spatzenturm errichtet, leider ist das schützende Grün, das diesen umgeben sollte, aber nicht gewachsen. Der Sommer war einfach zu heiß und zu trocken.

Bereits Mitte Juli habe ich mich in einem Schreiben an die Baureferentin Rosemarie Hingerl für den Erhalt des Kunstwerks und den grundsätzlichen Standort am Hanns-Seidel-Platz eingesetzt und eine Verlegung zum dort neu errichteten Spatzenturm angeregt. Ich konnte mich bei mehreren Besuchen vor Ort davon überzeugen, dass die gerade in München vom Aussterben bedrohten Haussperlinge im Eisengeflecht vor dem Provisorium des Kulturhauses eine echte Heimat gefunden haben, die den Spatzen Schutz und Brutmöglichkeiten bietet.

Ich begrüße ausdrücklich die Entscheidung des Bezirksausschusses, sich dann doch noch einstimmig für das Angebot des Kulturreferates, das Kunstwerk auf ein bewegliches Fundament zu setzen und damit transportfähig zu machen, entschieden zu haben und nicht auf einzelnen Stimmen aus der CSU gehört zu haben, die „Spatzenburg“ zu „entsorgen“ oder gar als „Pissoir“ zu diffamieren. Mich machen solche Äußerungen einerseits fassungslos, sie motivieren aber auch gleichzeitig, mich erst recht für den Schutz und Erhalt eines der letzten vorhandenen Spatzenquartiere einzusetzen. Zunächst war trotzdem unklar, ob das funktioniert, denn der Künstler Adrian Marynak und der KulturKreis Gasteig e.V., denen das Werk gehört, hatten nicht das nötige Geld, um dies zu finanzieren und auch der Bezirksausschuss sah sich nicht in der Lage, die Kosten zu übernehmen. Deshalb ich mich dann weiter dafür eingesetzt, dass die Stadt die Kosten dafür übernimmt.

Das Kunstwerk ist umgesetzt

Ich freue mich, dass meine Initiative nun aufgegriffen wurde: Das Kunstwerk wurde auf Kosten der Stadt versetzt. Die Skulptur hat einen neuen Platz im Schutzbereich um den Spatzenturm gefunden. Der Einsatz für den Schutz der Haussperlinge hat sich gelohnt. Schön, dass wir uns auch weiterhin über Spatzen am Hanns-Seidel-Platz freuen können.

Der Umzug